Amerika, Mexiko, Reiseziele
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Playa del Carmen

20.-26.11.2014 ::

Nach den über drei Stunden Fahrt von den Flamingos im Norden, sollte unser Ziel im Süden von Yucatan liegen. Die beliebte Strandregion Playa del Carmen (PC).

Die letzten Kilometer auf der gerade erst freigegeben „Autobahn“, die ebenfalls kerzengerade und wie eine Schneise durch den Jungle geschlagen wurde, gestaltete sich wie die zwei Stunden zu vor: kein Auto vor uns, keines im Rückspiegel und ab und an mal eines auf der Gegenfahrbahn. Dass sollte sich schlagartig ändern. Denn mit der ersten Kreuzung in PC war klar, dass sind nicht Mexikos Straßen. Zumindestens nicht, was wir bis jetzt gesehen haben. Auf der Straße herschte ein Hochbetrieb wie in Miami zur Rush Hour und noch während der Rotphase an der ersten Ampel sahen wir mehr Autos als in den letzten 48 Std. und rund 550 km gesamt, die wir gerade durchs Land zurückgelegt hatten! Wahnsinn, jetzt musste man hellwach sein, um nicht doch noch einen Kratzer ins Auto zu fahren oder gefahren zu bekommen.

Dank meiner tollen Beifahrerin und mit etwas Glück fanden wir das Eingangstor zur Playacar II, wo unsere Unterkunft auf uns warten sollte. Das Playa Vintage B&B würde ich als liebevoll geführtes Homestay beschreiben. In der durch Security abgeriegelten Wohngegend, so etwas kennt man aus US Filmen, hatte sich jemand zwei 2 Reihenhäuser gekauft die als Ferienhäuser gedacht waren und etwas umgebaut, z.B. jedes Zimmer mit Bad, und vermietet die. Anna und ihr Mann, ein älters Ehepaar aus Mailand verwaltet das ganze und und sorgt für das Wohl der Gäste.
Anna überraschte uns jeden Tag mit einem neuen Tier auf dem Bett, welches sie aus unseren Handtüchern bastelte. Wahnsinn, was da alles möglich ist, wir wären gerne noch länger geblieben um zu schauen, was noch alles kommt.

Playacar erinnert vom Erscheinungsbild eher an eine amerikanische Außenstelle, als an Mexiko. So überraschte es nicht wirklich, das direkt angrenzend eine Shopping-Mall mit sämtlichen US Super-Labels inkl. Starbucks & Co stand. Allerdings waren wir dann doch etwas verwirrt als uns die ersten 4 ATM’s ausschließlich Dollar und keine einheimischen Pesos zum Abheben angeboten haben! Da wunderte es uns nicht, dass die Einkaufsstraße am Strand 5th Avenue heißt.

Das Pier, wo die Fähren auf die Insel Cozumel übersetzten, teilt den Strand in zwei Abschnitte: Überlaufen und nicht so schön oder naturbelassen schön mit ein paar Einheimischen. Den schöneren Teil haben wir erst auf einer Entdeckungsreise am zweiten Tag gefunden, nachdem wir am ersten Tag uns mit dem Standard-Strand begnügten. Etwas gutes hatte es, wir konnten so schon mal einen guten Überblick von den Tauchstationen gewinnen, da sie am nicht so schönen Strand anlegten und schnell war klar: „Dive Mike“ würde einer der ersten Anlaufstationen sein.
Gesagt getan. Nachdem wir die Basis gefunden hatten, habe ich mich gleich für den nächsten Tag zum Tauchgang mit Bull Sharks eingeschrieben. Bull Sharks! Die Haie, wie aus dem Bilderbuch oder den größten Alpträumen je nach Betrachtungswinkel, sind nur saisonal von Novemver bis Februar hier und gerade erste letzte Woche angekommen. Mein Betrachtungswinkel brauchte gar nicht groß sein, da die 6 Haie dank der Fütterung des Divemasters bis auf wenige Zentimeter an uns vorbei geschwommen sind, während wir völlig fasziniert auf dem Sandboden gesessen haben. Hat eigentlich nur das Popcorn gefehlt 🙂 Was ein Erlebnis!
Ohne Haie, dafür mit San On Board, sollten wir tags drauf Tonnen an anderen Fischen und eine große Meersschildkröte bei weiteren Tauchgängen mit der sympathischen Crew sehen. Ich bin schon auf die Videosequenzen von meiner GoPro Unterwasserkammera gespannt.

Da wir strickt unser Ziel verfolgen, weder amerikanisch (Burger & Co) noch Italenisch (Pizza & Pasta) zu essen, was es hier an jedem Straßenecke gibt, kamen wir in den vollen Genuss der Vielfalt der mexikanischen Küche. Die wir meist in kleinen Familien-Restaurants am Eck genossen haben. Die Vielfalt basiert immer auf einem Maisteigfladen der als:

  • Tortillia (ganz dünne, weiche Form des Fladens)
  • Taco (nicht ganz so dünne Form des Fladens, aber weich wie ein Tortillia),
  • Tostado (knuspriger Taco Fladen)
  • Fajita (selbst zu belegender Tortillia Fladen) und
  • Burrito (gerollter Tortillia Fladen).

Unser Bedarf an Maisteigfladen sollte erst mal ausreichend gedeckt sein, so dass bis nächstes Jahr kein Mexikanisch auf unserer Speisekarte stehen wird.

Für uns geht die kulinarische Reise morgen weiter nach Fort Lauderdale, mit der Hoffnung verbunden dass es zu Thanksgiving Truthahn gibt. Dort werden wir unsere Freunde Mark und Mike treffen, die extra aus Washington DC anreisen. Da der letzte Versuch anlässlich unserer Hochzeit durch Hurricane Sandy zu nichte gemacht wurde, freuen wir uns riesig auf das Wiedersehen mit den Jungs.

Fazit:

Guatemala:
  1. Antigua kommt auf eine Liste zusammeb mit Ubud (Bali) und Chiang Mai (Thailand) für chillige Städte zum abhängen.
  2. Höhenluft macht müde
  3. Land und Leute haben uns sehr freundlich aufgenommen, trotzdem sollte man und haben wir alle Sicherheitshinweise (u.a. keinen öffentlichen Bus nehmen, kein Nachtbus und bei Dunkelheit dunkle Straßen und Gassen meiden,…) befolgt.
  4. der Kauf des Lonely Planet Pocket Sprachführer hat sich gelohnt, denn ohne ihn und San’s. Sprachtalent wären wir nur sehr schwer an die ein oder andere Info gekommen.
  5. es wird sehr früh, sehr dunkel
Belize:
  1. Unterscheidet sich sehr von seinen Nachbarländern Ländern, nicht nur wegen der Sprache sondern auch wegen der Menschen die wohl auch auf Jamaika ins Bild passen würden
Mexiko:
  1. mir hatte vor Jahren jemand schon gesagt als er von seiner Mexikoreise wieder kam, ich hätte nicht gedacht das Mexikaner so Fett sind. Ich konnte mir das irgendwie nicht so recht vorstellen, doch jetzt hab ich es gesehen, egal ob jung oder alt die bringen richtig was auf die Waage.
  2. Autofahren ist sehr sehr entspannt, nur die vielen Bumper nerven irgendwann.
  3. zu einem ordentlichen Besuch von Mexikanern am Strand, zählt egal zu welcher Uhrzeit ein 6er Bier, am besten Sol Bier
  4. mexikanische Strandbekleidung, steht der Brasilanischen nicht viel nach 🙂
  5. ich kann bis nächstes Jahr keine Tachos, Nachos, Enchiladas, Quesiladas usw. mehr sehen, gut dass ist schon in einem Monat 😉
  6. während ich in Asien trotz permanent essen ein paar Kilo abgenommen habe, Schätze ich das es diesmal 2 Kilo mehr sind 🙁

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