Maaaaaaassaaage und Chillaxen – Chiang Mai und Koh Lanta
Nach der faszinierenden Unterwasserwelt der Tauchsafari auf den Similian Inseln und im Surin Nationalpark führte uns unsere Reise einmal mehr in den Norden Thailands nach Chiang Mai. Hier wollten wir noch einiges über uns und unseren Körper erfahren.
Verrückt, wenn man überlegt, dass wir vor fast genau einem Jahr schon mal in Chiang Mai waren und es sich immer noch um die gleiche Reise handelt. Sowas von verrückt!
So begrüßte uns Franck, der Besitzer des Banjai Garden mit gewohnter Herzlichkeit und einem „Welcome Back“. Kein Wunder, sind wir nun schon zum dritten Mal bei ihm zu Gast. Franck hat in der Zwischenzeit sogar eine TripAdvisor Auszeichnung (Travellers Choice 2017) bekommen, was evt. auch daran liegen könnte, dass wir seine Unterkunft jedem in den letzten 12 Monaten weiterempfohlen haben, der nur in die Nähe der Stadt gekommen ist. Aber sicher auch daran, dass man sich bei ihm so wohlfühlt.
Energielinie
Ähnlich wie in Khao Lak mit den Wicked Divers, stellte sich heraus, dass die Jera Traditional Thai Massage School gerade mal 30 Sek. vom Banjai Garden entfernt lag. In der Jera School haben wir uns gleich für einen 3-tägigen Thai Massage-Kurs angemeldet, der einen Tag nach unserer Ankunft losging (Großes Danke an Onkel Matthias, der der Sponsor dieses Kurses war.). Der Kurs startete jeden Morgen Punkt 9:30 Uhr, außer unser argentinischer Student Matias nutzte die südamerikanische Uhr, dann starteten wir etwas später. Wie das eben so ist in Südamerika. Die kleine Gruppe war bunt gemischt. So gesellten sich nach dem ersten Tag mit den Brasilianern am zweiten Tag Süd-Koreaner und eine Kanadierin dazu. Vor allem die kleine Ruri aus Süd-Korea hatte es uns mit ihrem lebhaften Humor angetan, daher verbrachten wir auch abseits der Schule einige Zeit mit ihr.
Bis zum späten Nachmittag hieß es jeden Tag aufpassen und Einiges beim gegenseitigen Massieren über unseren Körper lernen, aber auch über Techniken und Hintergründe. Unsere Lehrerin „A“ sprach gutes Englisch und ging Step-by-Step das dicke Handbuch, was sie komplett auswendig konnte, mit uns durch, während wir versuchten die Handbewegungen in unseren Worten neben die Bilder zu schreiben. Das war gar nicht so einfach!
Wir lernten, dass die Thai Massage eigentlich etwas Spirituelles ist und in einem der buddhistischen Kloster entstanden ist und man zwischen Nord- und Südstil unterscheidet. Der bekannteste Ausbildungsort ist der Wat Pho in Bangkok, während das zweite Zentrum in der Nähe von Chiang Mai liegt.
„Mmmmhhhhhh“
Wir wunderten uns bei unseren Massagen in all den Jahren immer, wie eine kleine Thai so viel Kraft haben kann, um eine entsprechende Massage geben zu können. Sie müsste eigentlich Unterarme wie Popeye haben und extra starke Finger, doch von beidem keine Spur. Wie so oft kommt es auf die richtige Technik an , so lernten wir die Unterschiede von TP (Thumb Press – Daumendruck), PP (Palm Press – Handballendruck) und vielen weiteren kennen und dass der Druck jeweils in erster Linie durch das eigene Körpergewicht entsteht, und nicht durch die Kraft aus Finger und Arm. Das ist also der Trick.
Mit jeder Menge Lachen war dann das Suchen der EL (Energielinie oder Punkte) verbunden, denn „A“ quittierte das Finden der richtigen Stelle immer mit einem „Mmmmhhhhhh“, so dass wir dies alle kurzerhand von ihr übernommen haben, worauf anschließend aus allen Ecken des Raumes nur noch „Mmmmmhhhh“-Laute ertönten. Möchte nicht wissen, was vorbeilaufende Passanten bei der Geräuschkulisse aus dem zweiten Stock gedacht haben.
Am Ende des Kurses war es wieder einmal schwer Lebewohl zu sagen, denn wir hatten mit den anderen Teilnehmern eine tolle Zeit, haben viel gelacht und sehr viel gelernt und noch mehr „Mmmmmhhhh“ gemacht. So haben wir neben einem Zertifikat auch die Fähigkeit erworben, eine einstündige Thai Massage an Wagemutige zu geben.
Wichtig für Chiang Mai Besucher
Da wir jeden Tag in Chiang Mai in eine Verkehrskontrolle gekommen sind,
möchten wir unsere Warnung aussprechen. DIE STADT BRAUCHT GELD! ACHTUNG!
Sie haben mittlerweile sogar englischsprechende Polizisten im Einsatz, damit
es ja keine Missverständnisse gibt. Neben einem Führerschein aus dem Land, aus
dem man kommt, benötigt man vor allem noch einen Internationalen Führerschein
für Thailand.
Es ist einfach einen Scooter für 200 Baht/Tag zu mieten, aber es kommen
schnell 400 Baht/Tag dazu, wenn man keinen passenden Führerschein dabei
hat.
Es hat sich also doch wieder einmal gelohnt das Ding 12 Monate mit uns her-
umzuschleppen :-)
#17punkt1
Beim CrossFit Chiang Mai (siehe Bewertung in unserem CrossFit Around the World Beitrag) dachten wir, dass uns Monica, die Trainerin vom letzten Mal, wieder begrüßen würde, aber sie ist inzwischen wieder zurück in die USA gezogen. So mussten wir uns an die neuen Coaches gewöhnen, die leider nicht ganz so gut waren. Unter anderem haben wir uns in dem CrossFit Open Workout 17.1 probiert, der als erster Teil für die CF Games gedacht ist und hatten danach endlich mal wieder ordentlich Muskelkater.
„Tür bitte geschlossen halten, da sonst CrossFitter versuchen abzuhauen“.
3D live und in Farbe
Da wir ein gutes Angebot (300 Baht) für das Art in Paradise Museum bekommen haben, mussten wir nicht lange überlegen und es ging noch am selben Tag dorthin. Was ein Spaß! Ein paar der Bilder sind so gut auf Wand, Boden und Decke gemalt, dass es sehr real auf den Fotos aussieht. Meist kommt der Effekt erst richtig durch die Kameralinse zur Geltung. So hingen wir 1,5 Stunden an Wänden und krabbelten auf dem Boden herum und hatten beim Betrachten der Ergebnisse richtig was zu lachen.
Märkte, Märkte, Märkte
Die Wochenenden in Chiang Mai gehören traditionell den Märkten. So schlenderten wir wieder einmal über den Saturday Walking Street Market und zusammen mit der sympathischen und lustigen Ruri einen Tag später über die Sunday Walking Street. Beide sind im Verhältnis zu vor ein paar Jahren massiv gewachsen und gerade der Saturday Market ist leider von einem einstigen kleinen lokalen Künstlermarkt zu einem Markt mit dem üblichen Einheitsbrei verkommen.
Was waren das noch für schöne Zeiten als Chiang Mai als Geheimtipp unter Thailand Reisenden galt. Damals wurde man angeschaut, als ob die Stadt schon zu China gehören würde und viele fragten sich, warum man nördlicher als Bangkok überhaupt reisen sollte. Heute gehört die zweitgrößte thailändische Stadt scheinbar zu jedem Thailandurlaub. So war z.B. jeder auf meinem Tauchboot in Khao Lakgerade in Chiang Mai gewesen oder wollte noch als nächstes dorthin, was immerhin ein 2 Stunden Flug bedeutet.
Beachtime
Lange haben wir hin und her überlegt, wo es nach Chiang Mai hingeht, wollten wir vor den letzten Tagen in Bangkok nochmal eine Woche am Strand verbringen, um etwas Sonne zu tanken und das letzte Mal Sand zwischen unseren Füßen zu spüren. Das war gar nicht so einfach. Nicht zu touristisch, was auch immer das in Thailand mittlerweile bedeutet, einfach zu erreichen und preisgünstig, waren die Bedingungen. Und schon war es klar, es wäre besser in ein anderes Land zu fliegen Wir entschieden uns für Koh Lanta, wo wir zuletzt 2014 gewesen sind und hofften dass die neugebaute Brücke der Insel noch nicht den Todesstoß geben hat, war die Entwicklung von 2010 zu 2014 schon massiv gewesen.
So ging es mit einem Zwischenstopp von einer Nacht in Bangkok nach Krabi, von wo aus sich die Insel bequem per Minivan in 2 Stunden erreichen lässt. Die neue Brücke verbindet glücklicherweise nur die zwei Lanta Inseln und so muss man immer noch auf dem Festland auf die Fähre warten, die einen auf die erste der zwei Inseln bringt. Mit dieser Erkenntnis waren wir sehr zufrieden.
Wir waren positiv überrascht, dass sich in den letzten drei Jahren die Entwicklung nicht weiter fortgesetzt hat, wie in den Jahren zuvor. So sind sich die Strände ab der Mitte der Insel meist immer noch menschenleer.
Rollerfahren auf Lanta
Bereits 2014 ist uns aufgefallen wie viele Touristen hier mit einem Verband an denselben Stellen herumlaufen. Schnell war klar, die hatten alle einen Scooterunfall. Waren es damals schon auffällig viele, so hat sich die Anzahl weiter erhöht.
Der Straßenzustand ist auf der Insel leider so schlecht dass eine kleine Unachtsamkeit schon ausreicht, dass man sich in der Verletztenliste einreiht. Also schön aufpassen beim Rollerfahren auf der Insel, vor allem bei Dunkelheit und "Don't drink and drive", was für einige das Fahren dann schon nach dem Frühstück zum Tabu werden lässt...
Rooooobert
Waren unsere letzten Erfahrungen in der CrossFit Box in Chiang Mai nicht ganz so toll, freuten wir uns darauf, auf Koh Lanta in Roberts kleiner Fit on Lanta Box trainieren zu können. Der kleine Kraftwürfel aus Schweden hat früher genau wie ich als IT-Consultant gearbeitet, bevor er ausgestiegen ist. Anschließend hat er seinen Trainerschein gemacht und nun auf Koh Lanta seinen Traum einer eigenen Box verwirklicht. Nicht schlecht.
Nix
Mit jedem zweiten Tag CrossFit, einer Inselumrundung mit dem Scooter und viiiiiel Zeit am Strand war unser Terminkalender so etwas von voll, dass kein Platz für weitere Aktivitäten war ;-). So genossen wir die traumhafte Aussicht von unserem Balkon des Lanta Halabala Resort, das so schön ruhig gelegen ist. Wir entschieden uns 5 gerade sein zu lassen und ließen die vergangenen 12 Monate Revue passieren, während wir auch leider schon anfingen, die eine oder andere Weiche für die Zeit nach unserer Rückkehr in Deutschland zu stellen. Das wollten wir eigentlich vermeiden, aber wie wir feststellten, ist das leider nicht möglich.
San und ihr Märchenpferd.
Es war wieder gut, einfach mal nix zu tun und einige Bücher zu lesen.
Unsere nächste und leider vorerst letzte Station, Bangkok wartet schon auf uns.
Wir freuen uns sehr darauf die Familie Lingenfelder wiederzusehen, die wir zuletzt im Juli auf Nusa Lembongan in Indonesien getroffen haben.
Kaum zu glauben, aber nächste Woche am 15. März werden wir, nach einem Jahr reisen ab 05:45 Uhr wieder deutschen Boden unter unseren Füßen haben und werden dann wohl zum ersten Mal seit einem Jahr keine FlipFlops tragen können, zumindest nicht ohne Erfrierungszustände zu bekommen.